Herzlich Willkommen !

Familie Jesser

Jesser Mühle mit Mühlenladen in Kochersteinsfeld
Roland, Margarethe und Manfred Jesser (v.l.)


Unsere Mühle gibt es seit vielen Hundert Jahren hier im Kochertal.
Seit über 120 Jahren ist sie im Besitz der Familie Jesser.

Begeisterter Müller zu sein ist eine Berufung.

Getreidekörner begeistern uns. Jedes Korn ist ein Wunderwerk der Natur. Sein perfekter Aufbau beinhaltet alles für ein gesundes Lebensmittel. Von der Anlieferung und Lagerung, dem Vermahlen und dem Vertrieb setzen wir unser Können ein. Daraus entsteht „das tägliche Brot“ für viele Menschen.

Walzenstühle der Jesser MühleWalzenstühle

 

 


Sauberes Getreide – Sichere Lebensmittel

Sortex-Anlage

Verbesserte Lebensmittelsicherheit durch Getreide von höchster Qualität

Die optischen Sortierlösungen erhöhen die Lebensmittelsicherheit, indem sie Mutterkörner und Getreidekörner aussortieren, die z. B. von Fusarium befallen sind.

Ausgezeichnete Ergebnisse werden bei der Entfernung fremder Samen und Körner aus dem Produkt
(z.B. Wicke, Unkrautsamen usw.) erzielt.
Durch das Sortieren wird der Wert der Endprodukte gesteigert. Hierzu gehört die Trennung von Körnern mit wenig Protein von denjenigen mit viel Protein.

Die optischen Sortierer erzielen bei Produkten wie Getreide ein ausgezeichnetes Erscheinungsbild des Endprodukts.

 

 


' Sortex

Außergewöhnliche Präzision dank modernster Technologie

Hochauflösende Spezialkameras erkennen sogar minimale Farbfehler und Fremdstoffe, was eine hocheffiziente Ausscheidung von unerwünschtem Material aus dem Mahlgetreide ermöglicht.

Die hochmoderne Beleuchtung des Getreides optimiert das sichere Erkennen von Farbabweichungen.

 

Firmen- und Familienchronik

1888 kam der junge Müller und Landwirt Friedrich Jesser aus Abstatt nach Kochersteinsfeld, wo er
1889 zusammen mit seiner Frau Marie geb. Scheufler aus Gochsen die abgewirtschaftete Mühle käuflich erwarb. In mühevoller Arbeit modernisierte er die Mühle und baute gleichzeitig eine beachtliche Landwirtschaft auf.
1899 brannten während der Silvester-Andacht die landwirtschaftlichen Gebäude nieder. Das gab wieder Arbeit für die Bauleute
1903 wurden die drei hölzernen Wasserräder, die als Einzelantrieb der Mahlgänge dienten, durch ein eisernes Wasserrad mit Zentralantrieb ersetzt. Bei dem schweren Hochwasser im März
1919 war das gesamte Anwesen unter Wasser. Unter Lebensgefahr wurde alles Vieh durch die Freiwillige Feuerwehr mit langen Seilen aus dem Wasser gezogen.
1921 verstarb der Firmengründer Friedrich Jesser.
1922 übernahm sein einziger Sohn Wilhelm das Mühlenanwesen. Die Landwirtschaft wurde unter den Töchtern des Firmengründers aufgeteilt. Schon das erste Jahr war für den neuen Inhaber eine schwere wirtschaftliche Belastung. Der strenge Winter mit großem Eisgang zerstörte einen Teil des historischen Streichwehres aus Eichenholz-Fachwerk und Natursteinrollierung. Die Inflation und ihre Auswirkungen vervollständigten die Katastrophe. Durch die Heirat mit der Schäferstochter Klara Hilligardt wurde ihm doch große finanzielle und auch materielle Unterstützung zuteil. Es gelang ihm dadurch, die ihm so wertvoll erscheinende Wasserkraftanlage zu erhalten und auszubauen. Im Jahr
1927 wurde dann ein modernes Züppinger Wasserrad mit einer Leistung von ca. 25 PS eingebaut. Der erste Walzenstuhl und zwei neue Mahlgänge mit dazugehörigen Sichtmaschinen waren der nächste Schritt zur Modernisierung. Harte familiäre Schicksalsschläge trafen den gesundheitlichen schwer angeschlagenen Mühlenbesitzer.
1930 starb seine Ehefrau und hinterließ vier kleine Kinder. Seine zweite Ehefrau verhinderte systematisch die Weiterentwicklung des Betriebes.
1939 wurde der geplante Mühlenumbau durch den 2. Weltkrieg verhindert. Im Krieg und an den Folgen des Krieges verlor der leidgeprüfte Mühlenbesitzer Wilhelm Jesser, drei seiner vier Söhne.
1945 Der aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Sohn Robert Jesser, entschied sich trotz schwerer Bedenken für eine Weiterführung des Mühlenbetriebs.

1948-
1949

wurde ein neues Mühlengebäude erstellt. Die technische Einrichtung wurde
1951 fertig gestellt. Im gleichen Jahr heiratete er seine Frau Edelgard geb. Knauss aus Möglingen und übernahm die Leitung des Betriebs. Trotz wirtschaftlichem Niedergang der Müllerei und staatlich geförderten Mühlenstilllegungen entschied sich der junge Mühlenbesitzer Robert Jesser, auch auf Drängen seiner Frau Edelgard, den Kampf ums müllerische Überleben aufzunehmen. Nur unter größten persönlichen und finanziellen Opfern war es möglich, den technischen Rückstand von 25 Jahren aufzuholen und sich einen Platz unter den Führenden der Branche zu erkämpfen.
1956 wurde der erste Getreidesilo in Betonbauweise erstellt. Um den Platz für zukünftige Betriebserweiterungen zu schaffen, wurde
1958 ein separates Wohngebäude erstellt.
1960 wurde der Getreidesilo erweitert und mit einer Getreide-Loseannahme und Getreide- Trocknung versehen.
1964 kam dann eine Getreide-Lagerhalle hinzu, die
1969 erweitert wurde. Außerdem musste eine zweite Annahmeeinrichtung geschaffen werden.
1971 zwang die Forderung nach Mehlloseverladung den Betriebsinhaber zu den dafür notwendigen Investitionen.
1975 stand die Entscheidung über den Ausbau oder Verfall der Wasserkraftanlage ins Haus. Trotz der damals sehr niedrigen Energiepreise entschied sich der risikobewusste Unternehmer, nicht zuletzt auf Drängen seiner Frau, für den Ausbau derselben. Der rasante Strukturwandel in der Landwirtschaft machte eine weitere Vergrößerung der Getreideannahmekapazität erforderlich. Deshalb wurden
1980 die alten Annahmeeinrichtungen durch zwei neue leistungsfähigere Anlagen ersetzt.
1985 wurden die Voraussetzungen für die Erneuerung der Verarbeitungseinrichtungen durch den Bau einer Mehlsiloanlage in Betonbauweise geschaffen. Mit dem Bau eines Stahl-Rundsilos konnte
1987 die Getreidelagerkapazität wesentlich erweitert werden.
1988 war die Zeit gekommen, die Verantwortung und die Leitung des Betriebs in jüngere Hände zu legen. Der Sohn Manfred Jesser und seine Frau Margarethe geb. Labitzke haben durch die Übernahme des Unternehmens ihre Entschlossenheit bekundet, die Familientradition weiterzuführen. Mit viel Energie und Fachkenntnis hat der junge Unternehmer Manfred Jesser die Vorbereitungen zur vollständigen Erneuerung der Mühleneinrichtung betrieben, so dass zu Beginn des Jahres
1989 nach knapp sechs Wochen Bauzeit die Mühle, mit neuester Technik und Elektronik ausgestattet, in Betrieb gehen konnte.
1991 wurde mit dem Bau einer Siloanlage auf der Kocherinsel die Getreidelagerkapazität weiter erhöht.
1993 am 22. Dezember und gleich darauf am 11. April 1994 wurde das Kochertal von zwei sogenannten "Jahrhunderthochwassern" überschwemmt. Zum ersten Mal in der Mühlengeschichte überhaupt stand das Wasser nicht nur im Keller und im Hof, sondern stieg bis über die Rampe und stand 10 cm in der Mühle. Beide Hochwasser richteten große Schäden an.
1996 erhielt Manfred Jesser den Sonderpreis für Marketing der GENO-Bank. Das ehemalige Wohngebäude, das als Bürogebäude genutzt wurde, wurde
1998 abgerissen und durch ein neues ersetzt. Diese Chance nutze das Unternehmerpaar Jesser, um einen modernen Mühlenladen einzurichten. Im Jahr
2000 wurden ein neuer Silo-LKW, vier Mehlverladesilos sowie eine Fahrzeugwaage angeschafft, um die Logistik im Loseversand zu optimieren.
2001 erweiterte Manfred Jesser die Siloanlage auf der Insel um zwei weitere Rundsilos.
2003 Erhöhung der Getreideannahmeleistung.
2004 wurde ein weiteres Getreidesilo mit einer Lagerkapazität von 1.000 t erstellt.
2006 konnte mit dem Bau einer zweiten Wasserkraftanlage ein großer Teil des Kochers für die Erzeugung von regenerativem Strom genutzt werden.
2007 erfolgte wiederum eine Erhöhung der Lagerkapazität durch ein weiteres Stahlsilo.
2009 wurde die Kleieverladung durch 2 GFK-Silos rationalisiert.
2010 Neubau einer Getreidetrocknungsanlage.
2012 wurden 5 neue Walzenstühle in Betrieb genommen.
2013 wurde die Getreidelagerkapazität um weitere 1200 Tonnen erhöht.
2014 Änderung der Rechtsform von Einzelunternehmen zur Jesser-Mühle GmbH & Co KG.
Geschäftsführer sind Manfred und Roland Jesser.
Installation eines Farbsortierers vor dem Vermahlungsprozess.
Einbau eines neuen Getreidereinigers in der ersten Annahmelinie.